16. Juli 2016

Kleiner tragbarer Kasten

Im Dezember 2014 habe ich bereits den großen Gesangbuchkasten für die örtliche Kirchengemeinde vorgestellt. Dieser sollte von vornherein einen kleinen Zwilling bekommen, der für Gottesdienste in der Werktagskapelle eine kleine Anzahl Gesangbücher beherbergt und sich komfortabel dorthin tragen lässt, wo er benötigt wird. Im Sommer habe ich den Bau begonnen und kurz vor Weihnachten 2015 war er dann auch schon fertig... Wie heißt es doch so schön: Gut Ding will Weile haben.
Die Konstruktion ist sehr ähnlich zum großen Kasten. Es wird wieder Bucheleimholzplatte verwendet, die Eckverbindungen werden mit meiner Leigh gezinkt und die beiden Reihen Bücher werden durch ein eingenutetes Trennbrett in Reih und Glied gehalten. Der Zuschnitt war schnell erledigt und ab diesem Zeitpunkt lagen die Stücke erst einmal, da die Pinnwand zu diesem Zeitpunkt Vorrang hatte und im Anschluss daran die Uni ihren Tribut einforderte.

Entwurfsplan und zugeschnittene Einzelteile

Gesangbuch - Kasten

In diesem Post möchte ich zur leichteren Navigation alle Beiträge zu diesem Projekt verlinken.

Kurzbeschreibung:
Die Anschaffung von neuen Gesangbüchern in der örtlichen Kirchengemeinde sorgte für Platzprobleme im bereits vorhandenen Aufbewahrungskasten. Ich habe mich bereit erklärt einen neuen größeren Bücherkasten für den Sonntagsgottesdienst und einen kleinen tragbaren Kasten für die Gottesdienste unter der Woche in der Werktagskapelle zu bauen.

25. März 2016

Schneidbretter aus Buche-Leimholz

Von meinen letzten Projekten war noch ein größeres Stück Buche-Leimholzplatte übrig geblieben, welches ich für Geschenke an Freunde/Familie/Bekannte vorgesehen hatte. Nach vielen Ideen, was ich aus der Platte machen könnte - sie hatte immerhin die Maße von 120x60x1,8cm, habe ich mich für Schneidbretter/Untersetzer/Servierbretter entschieden. Ich denke dafür findet sich in jedem Haushalt eine Verwendung und es hat eine persönliche Note, da ich es selbst hergestellt habe.

Als Vorlage für die Geschenke diente ein altes Schneidbrett meiner Mutter dessen Form mir gut gefallen hat. Das vorhandene Schneidbrett habe ich quasi als Schablone für die Schablone verwendet und mir so die Formfindung und die Herstellung meiner eigenen Schablone stark vereinfacht. Dafür habe ich ein Stück Sperrholz auf das Schneidbrett gespannt und habe die Kontur des Schneidbretts mit einem Bündigfräser kopiert. Mit dieser Methode bin ich innerhalb von Minuten zu einer gefälligen Formvorlage für meine Schneidbretter gekommen. Für die Griffmulde habe ich eine Schablone aus meinem Bestand genommen, die ich vor einiger Zeit speziell für Grifföffnungen angefertigt habe. An dieser Stelle hat es sich wieder ausgezahlt, dass ich meine Schablonen nach Abschluss des jeweiligen Projektes nicht wegwerfe.
Nach einigen Überlegungen und einem (optischen) Test auf der Schablone habe ich mich dazu entschieden eine Seite des Schneidbrettes mit einer umlaufenden Saftrille zu versehen. Über den hygienischen Aspekt und die Nützlichkeit kann man mit Sicherheit trefflich diskutieren. Allerdings ist sie nur einseitig eingefräst und so kann jeder für sich entscheiden, welche Seite des Brettes er nutzen möchte.

Sperrholzschablone für die Schneidbretter

21. Februar 2016

Was seit dem letzten Eintrag geschehen ist...

Der letzte Blogeintrag liegt nun eine ganze Weile zurück und ich habe regelmäßig ein schlechtes Gewissen bekommen, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. In dieser Zeit war leider kaum Zeit für Holzarbeiten und noch viel weniger Zeit/Lust für das Schreiben von Blogeinträgen vorhanden. Ich habe im Sommer die letzten schriftlichen Prüfungen meines Studiums hinter mich gebracht und im Anschluss meine Masterarbeit geschrieben. Ihr könnt hoffentlich verstehen, dass ich nach mindestens 12 Stunden am Rechner pro Tag keine Lust mehr verspürt habe noch einen Blogeintrag zu verfassen. Nun kann ich allerdings mit Stolz verkünden, dass ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen habe und damit auch wieder regelmäßiger zum Holzwerken und Bloggen komme.

Nichtsdestotrotz haben sich während dieser anstrengenden Zeit ein paar Dinge in meiner "Werkstatt" getan. Der Werkzeugwahnsinn unter meinem Bett hat ein neues Rekordniveau erreicht. Nachdem mir ein Holzwerker-Kollege eine kleine Drechselbank angeboten hat und diese in meinen Augen genau die richtige Größe für meine künftigen Anwendungen hat, konnte ich diesem Angebot nicht widerstehen. Dazu kam, dass die Ausstattung keine Wünsche offen ließ. Inbegriffen waren unter anderem eine Bankbettverlängerung, FU für stufenlose Drehzahlregulierung, Lünette, 4-Backenfutter für nahezu alle Werkstückgrößen, Planscheibe, Bohrfutter, usw.
Leider hat mir das Wetter bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass ich noch nicht viel zum Drechseln gekommen bin.

Werkstattzuwachs: Drechselbank Hegner HDB 175C

3. Juli 2015

Pinnwand

Nach einigen Unannehmlichkeiten in der letzten Zeit melde ich mich hiermit zurück und stelle ein weiteres Projekt für die örtliche Kirchengemeinde vor. Nach dem kleinen Bilderbuchkasten und dem Gesangbuchkasten im Inneren geht es nun in den Außenbereich. Wie so oft befindet sich im Eingangsbereich der Kirche ein schwarzes Brett mit einer bunten Mischung an Aushängen und Informationen zu Veranstaltungen. Durch die vielen Jahre der regen Nutzung ist es leider in Mitleidenschaft gezogen worden und außerdem ließen sich die Pinnnadeln nie gut in die Holzplatte drücken.
Nachdem ein weiteres engangiertes Kirchenmitglied bereits neue Lampen zur Beleuchtung montiert hat, konnte ich mich der Pinnwand widmen. Sie sollte ungefähr 200x100cm messen und mit Kork belegt sein, damit man nun schnell und ohne große Anstrengung die Zettel aufhängen kann.

Den Aufbau der Pinnwand stellte ich mir relativ simpel vor. Ich wollte eine Trägerplatte mit Kork bekleben und einen schlichten umlaufenden Rahmen zum Verdecken der Kanten, um das Gesamtbild abzurunden.

Dieses Schwarze Brett hat die besten Jahre bereits hinter sich...